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  • Freitag, 21. März

    Der Morgen begann träge, wie durch Nebel. Das neue Medikament hinterließ Müdigkeit, Schwere. Und doch: Ich stand auf, frühstückte, sprach mit anderen – ein kleiner Schritt in den Tag. Beim Walking wirkte Frau Palentin seltsam distanziert, wir gingen nur eine kleine Runde, etwas planlos. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht an uns.

    In der BA-Gruppe lagen Sätze auf Zetteln, und wir sollten uns in sie hineindenken. Ich fand nur bei drei der sechs etwas, das passte. Doch eines davon blieb: Welches Krafttier bin ich gerade? – Ich wählte den Adler. Weil ich Abstand brauchte, den Überblick, den Wind unter den Flügeln, um weiterzuziehen. Weg von allem – und doch verbunden mit allem.

    Der achtsame Spaziergang danach war eine kleine Insel. Wir atmeten bewusst, hörten die Natur, die sich ihren Weg bahnt. Frühblüher sprühten Farben, Leben, Frühling. Und für einen Moment fühlte es sich leicht an.

    Am Mittag sprach ich mit Frau Bogedein. Wir arbeiteten weiter an Struktur, sogar ganz konkret: Eine Amazon-Rücksendung. Ein kleines Symbol für das Loslassen, das Sortieren, das Entscheiden. Danach verschwimmen die Stunden etwas – ich weiß nur noch, dass der Kaffee kam, und dann ich zu Max aufbrach.

    Wir hatten eine neue Idee: Jeder schreibt seinen Namen auf einen Zettel, und bis Sonntag schreibt jeder etwas Schönes für jeden anderen. Eine schöne Geste. Das Wetter war strahlend, warm – wir gingen mit dem Hund spazieren, lachten, spürten den Frühling. Später saßen wir bei ihm, schauten Serien, aßen Pizza. Ich war müde, aber zufrieden.

    Abends, wieder allein, versank ich in Astrologie, Handlesen, Aszendenten – suchte vielleicht nach Ordnung in den Sternen. Ich schlief spät ein.

  • Tag 18 Dienstag, 17. März

    Heute hatte ich die Tagesverantwortung. Ich bin früh aufgestanden, habe vergessen, meine Schlafaufzeichnung zu starten, aber trotzdem nicht gut geschlafen. Ich habe viel geschwitzt und war unruhig.

    Morgens bin ich schnell aufgestanden, habe Wasser und Tee gekocht und die Maschine ausgeräumt. Ein Mitpatient hatte schon eine Kanne Kaffee gekocht. Danach bin ich duschen gegangen und habe mich fertig gemacht, bevor es zum Frühsport ging. Dort haben wir auf dem Boden mit einem Tennisball Faszien trainiert.

    Schon davor hatte ich Magenschmerzen, nach dem Sport wurden sie schlimmer. Danach gab es Frühstück.

    In der BA-Gruppe gab es eine Übung, bei der jeder seinen Namen auf ein Zettelchen schreiben und es dann unten umknicken sollte. Danach musste man eine positive Eigenschaft über sich selbst aufschreiben, das Papier wurde weitergereicht, und jeder schrieb eine positive Eigenschaft über denjenigen, dessen Name oben auf dem Zettel stand. Zum Schluss bekam jeder seinen Zettel zurück – das war sehr emotional für mich. Ich hatte Tränen in den Augen, eine lief mir herunter, aber mehr kam nicht.

    Anschließend sollten wir auf ein Kärtchen unsere negativen Grübelgedanken schreiben. Bei mir ging es um meine Fehlschläge, und das hat mich stark runtergezogen. Danach sollten wir uns einen Fluss vorstellen, auf dem Blätter treiben, und unsere Gedanken darauf ziehen lassen. Ich habe leider gerade überhaupt keinen Zugang zu mir selbst und auch keine Fantasie, also fiel mir das schwer.

    Dann ging es direkt weiter zum Sport. Ich war auf einem Liegefahrrad für eine halbe Stunde, aber meine Magenschmerzen wurden immer schlimmer. Danach war Mittagessen – Kartoffeln, Soße und vegetarisch panierte Dinge –, aber ich konnte kaum etwas essen.

    Ich habe die Pflege angesprochen, weil die Schmerzen so stark waren. Danach habe ich noch schnell Kaffee für die Station gekocht, musste aber einen Mitpatienten bitten, die Kanne rauszunehmen, weil ich nicht konnte. Danach habe ich mich mit Tee hingelegt, aber die Schmerzen blieben.

    Ich wollte eigentlich nachmittags zu meinem Freund, das Wetter war schön und die Sonne schien, aber die Schmerzen waren zu stark. Ich habe Fencheltee gekocht, aber gleich stand schon die nächste Gruppe an.

    Ich fühle mich überhaupt nicht – emotional nicht, körperlich nicht. Völlig fertig.

    Heute habe ich wieder viele Federn und einen Herzstein gefunden.

  • Tag 17 Montag, 16. März

    Montag, 16. März

    Eine “Ich weiß nicht so recht”-Nacht.

    Ich hatte meine Ohrlöcher wieder drin und die Remee-Schlafmaske ausprobiert… bin mir nicht sicher, wie das war. Habe sie über Nacht verloren. Zumindest habe ich wieder von Levi geträumt – auch von dem Haus. Irgendwie waren wir auf einer Insel und gleichzeitig im Weltraum. Ich wollte ihm immer entkommen. Es war komisch und irgendwie bedeutungsvoll, aber ich kann es nicht genau greifen.

    Tagsüber war ich emotionslos… innerlich tot, außer manchmal eine aggressive Grundstimmung.

    In der BA-Gruppe ging es viel ums Grübeln und mögliche Lösungen dafür. Eine Idee war die “Grübeltoilette”: Einen festen Ort zum Nachdenken wählen – wie kurz vor dem Toilettengang –, dann einen bewussten Ortswechsel machen, um das Grübeln loszulassen.

    Die Gruppe war sehr informativ, aber auch anstrengend. Es ging um Schmerzbewältigung und Strategien, um mit chronischen oder emotionalen Schmerzen umzugehen. Währenddessen habe ich viel nachgedacht – über meinen Körper, meine Belastungsgrenze und wie ich mich oft selbst ignoriere.

    Was mich beschäftigt: Ich kann gerade nicht weinen, wenn ich an Miez denke.

    Am Nachmittag habe ich meinen Freund und eine alte Freundin aus der DBT getroffen. Sie haben mich besucht und beide haben mir ein paar schöne Dinge mitgebracht. Vorher habe ich noch ein Armband und einen Schlüsselanhänger für sie gefertigt. Wir waren mit ihrer kleinen Tochter spazieren.

    Wir waren in der Eilenriede spazieren, und ich hatte noch die Idee, mir eine Pizza bei Lidl zu kaufen. Dort habe ich das erste Mal mit dem iPhone bezahlt, da ich meine Handtasche nicht dabei hatte… es war spannend und stressbeladen, aber hat geklappt.

    Sie haben mich dann zurück auf die Station gebracht. Dort habe ich mich bis zum Abendbrot mit Seidenfäden für Armbänder beschäftigt und gleichzeitig über das weitere Vorgehen bezüglich der Doppelhaushälfte nachgedacht, in die wir ziehen wollen – aber es passiert nichts, da die Mieter nichts finden.

    Nach dem Abendbrot ging es weiter: Ich habe mit meinen Jungs telefoniert, was auch sehr emotional war.

  • Tag 11 – Sonntag

    Ich habe länger geschlafen – bis viertel vor neun, mit Unterbrechungen. Direkt nach dem Aufwachen klärte ich mit meinem Sohn den Termin für Mittwoch. Auch mit dem Kinderhaus telefonierte ich, um abzustimmen, wann wir uns sehen.

    Dann folgte eine nervige Aktion: Amazon-Bestellungen sortieren. Irgendwie hatte ich alles doppelt bestellt – einmal nach Nienhagen, einmal hierher. Es kostete mich Nerven, alles auseinanderzunehmen und zu klären, was zurückgeht.

    Vorher war ich duschen, was immerhin ein kleiner Reset für den Tag war. Danach gab es Rostinis und einen Vanille-Cappuccino – ein kleiner Moment der Ruhe.

    In den letzten Tagen habe ich viel nach neuen Paracord-Anleitungen gesucht, Ideen gesammelt und überlegt, welche Designs ich ausprobieren möchte. Und dann kam gestern noch eine überraschende Möglichkeit: Die Mutter meines Vermieters hat mir angeboten, meine selbstgemachten Sachen mit auf den Markt zu nehmen und sie dort in Kommission zu verkaufen. Das könnte eine spannende Möglichkeit sein, meine Paracord-Kreationen bekannter zu machen!

    Mal sehen, was die nächsten Tage bringen…

  • Tag 12 – Montag

    Heute verlief der Tag anders als erwartet. Als ich zur Klinik kam, traf mich direkt der Schock: Ich war eine Station früher ausgestiegen und sah neben den Schienen auf der Kreuzung einen Unfall. Ein schwarzes Auto lag auf dem Dach, überall Polizei und Krankenwagen. Es war ein beklemmender Anblick, der mir durch Mark und Bein ging. Ich zitterte, als ich schließlich die Klinik betrat.

    Drinnen sagte ich nur kurz, was passiert war, und versuchte mich abzulenken. Ich sortierte meine Sachen und räumte ein wenig auf, bevor meine Zimmernachbarin kam.

    Vor dem Abendbrot haben sich noch einige für die Schlüsselbänder bedankt, was mir ein kleines gutes Gefühl gab. Doch insgesamt war die Stimmung irgendwie gedrückt, alle hingen ein wenig durch.

    Während des Essens war ich noch immer total aufgekratzt und zitterig, also ging ich zur Pflege, um meinen Blutdruck messen zu lassen. Die Schwester stellte fest, dass meine Hände eiskalt waren. Der Blutdruck war mit 115/79 in Ordnung – aber mein Puls lag in Ruhe bei 194. Ich fragte mich, ob das auch mit dem weiteren Abnehmen zusammenhängt oder ob es einfach der Schock war.

    Ich nahm eine Lasea-Kapsel, um etwas runterzukommen, und erzählte vielleicht auch noch von dem Unfall. Die Schwester meinte dann etwas über das „bunt malen“ von schwarzen Dingen und dass man sich eine bedrohliche Situation stattdessen anders vorstellen soll – wie jemanden mit einem Blumenstrauß. Ich fand das merkwürdig. Solche Fantasie habe ich in solchen Momenten einfach nicht, und das ist leichter gesagt als getan. Ich glaube, sie meinte es gut, aber für mich fühlte sich das irgendwie unpassend an.

    Ich aß dann weiter mein Brot, das ich vor dem Wochenende gekauft hatte, und versuchte, mich auf den Abend einzulassen.

    Später zog ich mich aufs Zimmer zurück und arbeitete noch meine Tagesklinik-Unterlagen nach. Danach schaute ich nach Wohnungen – speziell für die Mieter, die einfach nicht aus dem Reihenhaus meines Vaters ausziehen, obwohl sie längst weg sein sollten. Angeblich finden sie nichts, aber das zieht sich jetzt schon fast ein Jahr hin. Es macht mich enttäuscht, traurig und mittlerweile auch sauer. Wir wollen endlich ankommen, aber solange sie dort bleiben, blockiert es alles. Wahrscheinlich bleibt nur noch die Räumungsklage – sie scheinen es einfach auszusitzen.

    Um mich abzulenken und runterzufahren, werde ich mich jetzt mit Paracord beschäftigen. Dieses Knüpfen hilft mir, wieder etwas Ruhe zu finden.

  • Freitag (Tag 16 – 15. März 2025)

    • Morgenroutine: Aufwachen, kein bewusster Traum.

    • Schlaftracker zeigt, dass du im Schlaf kurz gesprochen hast, aber du konntest es nicht verstehen.

    • Sporttherapie: Walking in der kleinen Runde, angenehme Gespräche.

    • BA-Gruppe:

    • Geruchswahrnehmung getestet – verschiedene Düfte erraten.

    • Überraschend: Teebaumöl roch für dich sehr streng.

    • Schmecken & Riechen fällt dir schwer (vermutlich noch Nachwirkungen der Grippe).

    • Einzelspaziergang durch den Park → Aufgabe: Riechen, was man wahrnimmt.

    • Du hast nichts gerochen außer Tannennadeln, draußen war es eisig kalt.

    • Mittagessen: Rührei, Kartoffeln, Spinat – lecker.

    • Nachmittag kreativ verbracht:

    • Wieder mit Paracord gearbeitet.

    • Idee: Lederarmbänder ausprobieren → Online nach Material gesucht.

    • Zwei Schlüsselbänder geknüpft.

    • Kaffeerunde & Start ins Wochenende → Da viele nach dem Kaffee weggehen, wird es schön ruhig auf Station.

  • Donnerstag (Tag 15 – 14. März 2025)

    • Morgenroutine: Kurzes Dösen nach der schlechten Nacht, dann Duschen & Schminken, um sich frischer zu fühlen.

    • Vollmond → Viele auf Station schlecht geschlafen – vielleicht eine Erklärung für deine intensiven Träume.

    • Frühstück: Beim Essen wurde vor der Pflege über brisante Themen gesprochen, die lieber unter Patienten geblieben wären. Dein Tischnachbar fühlte sich bloßgestellt, weil es sich anfühlte wie ein Tadel – du hast stark mit ihm mitgefühlt.

    • BA-Gruppe: Thema war Grübeln → Ursachen, Verhalten, langfristige & kurzfristige Konsequenzen. Sehr interessant. Nächstes Mal geht es um Lösungsstrategien.

    • Mittagessen: Nudeln mit Fleisch & Pilzen. Kein wirklicher Hunger, aber du isst hier regelmäßig drei Mahlzeiten – viel mehr als zuhause.

    • Trotz des regelmäßigen Essens nimmst du weiter ab → Deine Hose rutscht, du brauchst einen Gürtel.

    • Nachmittag im Fitnessstudio → Fahrrad gefahren.

    • Danach Material für Paracord-Bänder gesucht & mit Limit KI und Blog beschäftigt.

    • Da die Ergotherapie ausfiel, hast du nachmittags Bänder geknüpft.

    • Für einen netten Mitpatienten & seine beiden Kinder passende Armbänder gemacht.

    • Schwarz-lila Band für deinen Freund geknüpft.

    • Knüpfen hilft dir beim Abschalten & als Achtsamkeit – wenn du abschweifst, passieren Fehler.

    • Abendrunde & Essen: Du hattest Schwarzbrot vom Rewe & hast etwas abgegeben, weil dir das abgepackte Brot nicht schmeckt.

    • Station vorübergehend abgeschlossen – Datenschutzgründe wurden genannt, aber unklar warum.

    • Polizei im Keller gesehen → Spekulationen über fremde Person, Gefangenen oder jemand aus der geschlossenen Abteilung.

    • Angst bekommen → Abends nicht mehr rausgegangen, stattdessen mit Aragorn beschäftigt.

    • Videotelefonate mit zwei deiner Kinder – sehr schön für dich!

    • Vorfreude auf das Wiedersehen nächste Woche → Eis essen, Straßenbahn fahren, gemeinsames Abendessen.

    • Zur Nacht Angst vor Albträumen.

  • Mittwoch Tag 14 13.03. – Früher Start in den Tag & Bewegung

    Heute bin ich schon früh wach gewesen – um 3:33 Uhr das erste Mal. Ich habe kurz mit jemandem geschrieben, weil ich mir dachte, dass er auch wach ist, und ihm dann eine gute Nacht gewünscht. Danach war ich wieder wach um kurz nach 6. Ich habe meine Schlafanalyse ausgewertet und war früh duschen.

    Ich habe schon viel mit ChatGPT gearbeitet, neue Lieder erstellt und über verschiedene Dinge nachgedacht. Heute werde ich meine Haare in der Badewanne waschen, was angenehm sein dürfte. Ich habe auch mit Wechselduschen (warm/kalt) begonnen, um meinen Kreislauf anzuregen.

    Heute bekomme ich kein Bupropion, aber dafür ist meine Abendmedikation bereits eingetragen. Ich bin gespannt, was der Tag bringt.

    Beim Frühsport war es ganz lustig. Nach ein paar Dehn- und Aufwärmübungen haben wir Volleyball mit einem weichen Ball gespielt. Es war witzig und hat motiviert. Nach dem Sport habe ich auch wieder Wechselduschen gemacht – das kenne ich noch aus der Kube von damals, und es hat gutgetan.

    Ich habe heute Zink und Magnesium genommen und bin gespannt, ob ich eine Wirkung bemerke. Nach dem Sport ging es zum Frühstück. Ich saß relativ lange bis halb zehn am Tisch und hatte ein nettes Gespräch mit einem Mitpatienten.

    Gerade schaue ich nach Paracord, weil ich für eine liebe Bekannte ein Armband und ein Hundehalsband machen möchte. Gleich geht es zur Ergotherapie – die beste Therapie hier!

  • Tag 10 – Donnerstag: Ein Tag zwischen Belastung und Erleichterung

    Heute war ich schon früh wach, kurz nach sechs. Ich hatte mit meiner Zimmernachbarin die Tagesverantwortung, also habe ich Kaffee und Teewasser gekocht. Danach holte ich meine Medikamente und machte direkt den letzten Influenza-Abstrich. Gestern waren alle Tests negativ, heute war der letzte Test. Frühstück gab es nochmal auf dem Zimmer.

    Beim Dampfen traf ich draußen Herrn Zumburg, den ich noch von der DBT-Station kenne. Er wird nächste Woche wieder da sein und mit mir Physio und Boxen weitermachen. Das hat mich sehr gefreut, weil er das damals richtig gut gemacht hat.

    BA-Gruppe & emotionale Belastung

    Die BA-Gruppe war extrem anstrengend. Die Psychologin ließ uns die Augen schließen und uns eine schlimme Situation vorstellen – natürlich hatte ich sofort Bilder von Miez im Kopf. Ich konnte mich nicht mehr richtig fangen, wollte aber auch nicht rausgehen. Danach gab es Atem- und Fühlübungen, aber die halfen nicht wirklich. Ich fühlte mich völlig aufgelöst, also bin ich direkt zur Pflege gegangen, habe Bedarf (Promethazin) geholt und bin dann spazieren gegangen. Das Telefonat mit Max hat mir geholfen, mich etwas zu beruhigen.

    Zum Mittagessen gab es Geschnetzeltes mit Tomatenreis und Salat, aber ich konnte kaum etwas essen. Nach dem Essen sprach mich die Psychologin, die die Gruppe geleitet hatte, nochmal an und wollte fünf Minuten mit mir sprechen.

    Ergotherapie fällt aus & Erleichterung über Testergebnisse

    Eigentlich hätte ich nachmittags Ergotherapie gehabt, aber sie fiel aus, ohne dass wir informiert wurden. Stattdessen habe ich gestrickt und gelesen. Ich hatte ein kurzes Gespräch mit einer Therapeutin über mein Befinden. Meine eigentliche Therapeutin ist krank und hat nächste Woche Urlaub, also bekomme ich ein Ersatzgespräch.

    Dann kam die große Erleichterung: Alle Tests waren negativ! Ab sofort gibt es keine Maskenpflicht mehr, wir dürfen wieder gemeinsam essen und Therapien finden wieder in anderen Räumen statt. Das hat mich wirklich gefreut.

    Besuch bei meinem Freund & Abend

    Nachmittags bin ich zu meinem Freund gefahren. Wir waren spazieren und haben ein Spaghetti-Eis gegessen. Das tat gut, weil das Wetter richtig schön war. Danach haben wir noch eine Weile zusammen verbracht.

    Danach musste ich noch für die Kaffeerunde am Freitag einkaufen. Das Budget von 15 Euro für 12 Personen war natürlich nicht ausreichend, also habe ich etwas aus eigener Tasche dazugelegt. Morgen gibt es Spaghetti-Eis-Dessert und Obstsalat, weil wir so viel Obst auf Station haben.

    Zurück in der MHH habe ich mir Abendbrot gemacht, die Spülmaschine ausgeräumt und dann mein chinesisches Essen mit zwei Joghurts gegessen. Danach war ich total erschöpft und bin ins Bett gefallen.

    Fazit: Donnerstag war eine emotionale Achterbahnfahrt. Die BA-Gruppe war extrem belastend, aber gleichzeitig hat es mich stolz gemacht, dass ich mich nicht rausgezogen habe. Die Aufhebung der Maskenpflicht war eine riesige Erleichterung. Der Spaziergang und das Eis bei Max haben mir gutgetan. Alles in allem ein Tag mit vielen Tiefen, aber auch ein paar positiven Momenten.

  • Tag 9 – Mittwoch: Eine chaotische Nacht, ein anstrengender Tag voller Tests und Stadtbesuch

    Die Nacht war eine Katastrophe. Heute war ich schon früh wach, kurz nach sechs. Ich hatte mit meiner Zimmernachbarin die Tagesverantwortung, also habe ich Kaffee und Teewasser gekocht. Danach holte ich meine Medikamente und machte direkt den letzten Influenza-Abstrich. Gestern waren alle Tests negativ, heute war der letzte Test.

    Ich habe heute Morgen gemerkt, dass ich meine Nachtmedikation nicht genommen habe. Ich wurde ja gestern für die Schlafanalyse verkabelt und bin zwar kurz nach elf eingeschlafen, aber immer wieder aufgewacht. Ich musste zweimal auf die Toilette und dann ist mir auch noch der Brustgurt abgegangen, den ich immer wieder befestigen musste. Morgens um kurz vor acht kam dann der Arzt oder Student von gestern und hat mich entkabelt. Danach ging es erstmal Medikamente holen.

    Dann fiel mir auf, dass ich immer noch die gleiche Dosierung von Bupropion (150 mg) bekommen habe. Ich habe das angesprochen, woraufhin mir mitgeteilt wurde, dass die Reduktion durchgestrichen wurde, aber jemand nochmal auf mich zukommt. Kurze Zeit später erklärte mir der Stationsarzt, dass die halbe Dosis momentan nicht lieferbar ist und sie überlegen müssen, welche Alternativen es gibt. Bis dahin soll ich die bisherige Dosierung weiternehmen.

    Morgenroutine & Frühstück

    Durch die aktuelle Influenza-B-Situation auf Station wurden alle Patienten heute Morgen erneut getestet. Wir mussten auf unseren Zimmern frühstücken. Ich hatte ein Brötchen mit Honig. Beim Frühstück half ich einem Mitpatienten, der einen Knoten in seiner Hose nicht aufbekam.

    EEG & Stadtbesuch

    Später hatte ich meinen EEG-Termin. Die beiden Studienleiter waren wieder sehr nett, aber es dauerte ewig, bis sie mich verkabelt hatten. Dann funktionierte das Gerät erst nicht, weil ein Kabel defekt war. Sie suchten ein neues, und dann konnte das EEG doch noch stattfinden. Ich musste 20 Minuten die Augen geschlossen halten, was mir extrem schwerfiel, weil ich so müde war. Ich bin immer wieder kurz weggedämmert.

    Nach dem Mittagessen (Nudeln mit Tomatensauce und Fleischbällchen) hatte ich eigentlich ein Treffen mit meiner Tochter geplant, aber sie hatte einen Termin, weshalb es leider ausfiel. Stattdessen machte ich mich allein auf den Weg in die Stadt.

    In der Ernst-August-Galerie war ich bei New Yorker und habe dort schöne Sachen gefunden. Danach bin ich noch zu Tedi und habe ein paar Malsachen gekauft. Am Busbahnhof sah ich dann eine Demonstration gegen Rechts. Sie spielten das Lied „Was ist los mit der Welt, Mama?“, und ich hatte total den Drang, mich anzuschließen. Aber mein Bus kam und ich bin eingestiegen.

    Ich hatte mir für Max und mich gebratene Nudeln mit Huhn gekauft, aber irgendwo muss ich die Tüte stehen gelassen haben – wahrscheinlich beim Warten auf den Bus. Ich hoffe, dass jemand, der wenig Geld hat, sie gefunden und sich darüber gefreut hat. Trotzdem war ich total genervt, weil ich mich auf das Essen gefreut hatte.

    Abend & Fazit

    Bei meinem Freund angekommen, haben wir zusammen gegessen (zum Glück hatten wir noch etwas anderes), und dann ging es zurück zur MHH. Ich kam gegen 21:40 Uhr an und war völlig erschöpft.

    Fazit:
    Mittwoch war ein kräftezehrender Tag. Ich war den ganzen Tag über extrem müde, die medizinischen Untersuchungen haben viel Kraft gekostet und die Stadt war überwältigend. Dennoch habe ich den Tag irgendwie überstanden – und das ist schon ein kleiner Erfolg.


    Frühstück gab es nochmal auf dem Zimmer.

    Beim Dampfen traf ich draußen Herrn Zumburg, den ich noch von der DBT-Station kenne. Er wird nächste Woche wieder da sein und mit mir Physio und Boxen weitermachen. Das hat mich sehr gefreut, weil er das damals richtig gut gemacht hat.

    BA-Gruppe & emotionale Belastung

    Die BA-Gruppe war extrem anstrengend. Die Psychologin ließ uns die Augen schließen und uns eine schlimme Situation vorstellen – natürlich hatte ich sofort wieder Bilder von meinem verstorbenen Freund im Kopf. Wie ich ihn fand…Ich konnte mich nicht mehr richtig fangen, wollte aber auch nicht rausgehen. Danach gab es Atem- und Fühlübungen, aber die halfen nicht wirklich. Ich fühlte mich völlig aufgelöst, also bin ich direkt zur Pflege gegangen, habe Bedarf (Promethazin) geholt und bin dann spazieren gegangen. Das Telefonat mit mit meinem Freund hat mir geholfen, mich etwas zu beruhigen.

    Zum Mittagessen gab es Geschnetzeltes mit Tomatenreis und Salat, aber ich konnte kaum etwas essen. Nach dem Essen sprach mich die Psychologin, die die Gruppe geleitet hatte, nochmal an und wollte fünf Minuten mit mir sprechen.

    Ergotherapie fällt aus & Erleichterung über Testergebnisse

    Eigentlich hätte ich nachmittags Ergotherapie gehabt, aber sie fiel aus, ohne dass wir informiert wurden. Stattdessen habe ich gestrickt und gelesen. Ich hatte ein kurzes Gespräch mit einer Therapeutin über mein Befinden. Meine eigentliche Therapeutin ist krank und hat nächste Woche Urlaub, also bekomme ich ein Ersatzgespräch.

    Dann kam die große Erleichterung: Alle Tests waren negativ! Ab sofort gibt es keine Maskenpflicht mehr, wir dürfen wieder gemeinsam essen und Therapien finden wieder in anderen Räumen statt. Das hat mich wirklich gefreut.

    Besuch bei meinem Freund & Abend

    Nachmittags bin ich zu meinem Freund und Hund gefahren. Wir waren spazieren und haben ein Spaghetti-Eis gegessen. Das tat gut, weil das Wetter richtig schön war. Danach haben wir noch eine Weile zusammen verbracht.

    Danach musste ich noch für die Kaffeerunde am Freitag einkaufen. Das Budget von 15 Euro für 12 Personen war natürlich nicht ausreichend, also habe ich etwas aus eigener Tasche dazugelegt. Morgen gibt es Spaghetti-Eis-Dessert und Obstsalat, weil wir so viel Obst auf Station haben.

    Zurück in der MHH habe ich mir Abendbrot gemacht, die Spülmaschine ausgeräumt und dann mein chinesisches Essen mit zwei Joghurts gegessen. Danach war ich total erschöpft und bin ins Bett gefallen.

    Fazit:
    Donnerstag war eine emotionale Achterbahnfahrt. Die BA-Gruppe war extrem belastend, aber gleichzeitig hat es mich stolz gemacht, dass ich mich nicht rausgezogen habe. Die Aufhebung der Maskenpflicht war eine riesige Erleichterung. Der Spaziergang und das Eis bei meinem Freund haben mir gutgetan. Alles in allem ein Tag mit vielen Tiefen, aber auch ein paar positiven Momenten.