Kategorie: Mhh

  • Tag 2 in der MHH – Zwischen Erschöpfung und Erinnerungen

    Die zweite Nacht hier – und wieder kaum Schlaf. Das Bett unbequem, die Gummimatratze klebt am Körper, und das einzige, was es im Zimmer gibt, ist ein kleines Waschbecken mit einem Vorhang davor. Kein Bad, keine Toilette. Jedes Mal raus in den Flur zu müssen, macht es nicht gerade leichter, sich hier wohlzufühlen.

    Sport am Morgen – Badminton vor dem Frühstück

    Noch bevor der Tag richtig losging, stand Sport auf dem Plan – Badminton. Ich wusste nicht, ob ich überhaupt die Energie dafür habe, aber ich habe mitgemacht. Und es war anstrengend. Ich bin richtig ins Schwitzen gekommen, aber irgendwie hat es auch gutgetan. Frau P., die den Sportunterricht leitet, ist unglaublich lieb und empathisch. Sie hat eine Art, die einen motiviert, ohne Druck aufzubauen. Es war eine kleine Ablenkung, ein Moment, in dem ich nicht ganz so sehr in meinem Kopf gefangen war.

    Morgenroutine & Frühstück

    Müde. Erschöpft. Die Nacht hängt mir in den Knochen, und trotzdem muss ich zum Frühstück. Ich sitze mit den Mitpatienten am Tisch, doch essen kann ich kaum etwas. Mein Körper fühlt sich schwer an, mein Magen wie zugeschnürt. Ich bin den ganzen Tag extrem nah am Wasser gebaut, als würde jede kleine Sache mich zum Überlaufen bringen.

    Emotionale Wellen & der Kampf mit mir selbst

    Es ist, als würde alles über mich hereinbrechen. Die Gedanken, die Erinnerungen, die Angst. Ich musste mir Bedarf holen, weil ich es kaum noch ausgehalten habe. Ich habe so viel geweint, konnte es nicht stoppen, war innerlich am Durchdrehen. Dieser Ort bringt so viel hoch, das ich nicht einfach wegschieben kann.

    Ergotherapie – ein Moment der Ruhe?

    In der Ergotherapie habe ich gemalt mir Pastellkreide. Es hat gutgetan, irgendwie. Die Farben, die Bewegung, das Eintauchen in etwas Kreatives – ein kurzer Moment, in dem ich nicht denken musste. Aber gleichzeitig war da diese Schwere, die Erinnerungen. Der Raum… Ich kenne ihn. Wir waren damals alle hier zusammen. Und das Wissen, dass es nicht mehr so ist, dass sich alles verändert hat, hat mich wieder eingeholt.

    Ein kleiner Lichtblick

    Erst mein Besuch hat mir etwas geholfen. Ein Moment außerhalb dieses Ortes, außerhalb meiner eigenen Gedanken. Es hat nicht alles verschwinden lassen, aber es hat mir ein kleines Stück Halt gegeben – wenigstens für einen Moment.

    Und jetzt?

    Ich bin erschöpft. Emotional leer, körperlich ausgelaugt und versuche Schlaf zu finden…

    Meine Augen sprechen Bände …
    Das stimmt wohl… das Bild hängt im Flur unserer Station
    Ein typisches Bps -Bild
  • 25.02.2025 Erster Tag in der MHH – Zurück an einem Ort voller Erinnerungen

    Heute war mein erster Tag in der Klinik. Ich bin mit dem Taxi angereist, habe die Nacht davor in Hannover geschlafen, weil ich wusste, dass ich diesen Weg nicht an einem Morgen schaffe – weder körperlich noch mental. Ich hatte mir vorgestellt, wie es sein würde, wieder hier zu sein, aber die Realität fühlt sich anders an.

    Ankunft & erste Eindrücke

    Die MHH. Ein Ort, der so viel mit mir verbindet. Kaum angekommen, war da dieses Ziehen in der Brust – Erinnerungen, gute wie schlechte. Hier habe ich gelernt, mich über Wasser zu halten. Und hier habe ich Menschen kennengelernt, die mich auf eine Weise geprägt haben, wie es nur wenige können. Manche fehlen. Manche sind geblieben. Und doch fühlt sich alles fremd und vertraut zugleich an.

    Erste Gespräche & innere Kämpfe

    Die Aufnahme lief wie erwartet – Fragen, Formulare, Einschätzungen. Ich war ehrlich, habe gesagt, wie es mir geht, aber es war schwer, die richtigen Worte zu finden. Es ist nicht so, dass ich nicht weiß, was los ist, aber manchmal fühlt es sich an, als wäre mein Kopf ein Knoten aus Gedanken, die sich nicht entwirren lassen. Ich wollte es erklären, wirklich, aber wie beschreibt man etwas, das so tief sitzt, dass es sich kaum greifen lässt?

    Zurück zu einem alten Muster?

    Es ist nicht das erste Mal, dass ich hier bin. Die Therapie hat mir damals geholfen – wirklich geholfen. Ich habe gelernt, meine Emotionen anders zu sehen, zu regulieren. Aber irgendwann bin ich wieder gefallen. Und das macht Angst. Was, wenn es diesmal wieder so läuft? Was, wenn ich hier rausgehe, mit neuen Erkenntnissen, neuen Skills – und dann trotzdem wieder an denselben Punkt zurückkehre?

    Zwischen Hoffnung und Zweifel

    Ich will daran glauben, dass es diesmal anders wird. Dass ich diesmal nicht nur „funktioniere“, sondern wirklich einen Weg finde, der hält. Aber die Zweifel sind da. Vielleicht zu viele. Vielleicht aber auch gerade genug, um nicht blind in eine Hoffnung zu laufen, die am Ende nur wehtut.

    Und jetzt?

    Jetzt bin ich hier. Jetzt versuche ich es. Wieder. 🙏🏻

    Im Taxi durfte ich die Bildzeitung lesen … es war ja am Sonntag zuvor die Wahl …

    Bevor ich auf Station 51a konnte musste ich mich erstmal anmelden. Das ging aber ziemlich schnell. Der Dame am Schalter musste ich erstmal erzählen wo ich meinen Rucksack her habe. Sie war total begeistert davon. Ich habe eine Mil-Tec Rucksack der 60 Liter fasst.

    Hier ein kleiner Einblick wo ich die nächsten Wochen verbringen werde
    Meine Technik und Malutensilien dürfen natürlich nicht fehlen 😅