Tag 18 Dienstag, 17. März

Heute hatte ich die Tagesverantwortung. Ich bin früh aufgestanden, habe vergessen, meine Schlafaufzeichnung zu starten, aber trotzdem nicht gut geschlafen. Ich habe viel geschwitzt und war unruhig.

Morgens bin ich schnell aufgestanden, habe Wasser und Tee gekocht und die Maschine ausgeräumt. Ein Mitpatient hatte schon eine Kanne Kaffee gekocht. Danach bin ich duschen gegangen und habe mich fertig gemacht, bevor es zum Frühsport ging. Dort haben wir auf dem Boden mit einem Tennisball Faszien trainiert.

Schon davor hatte ich Magenschmerzen, nach dem Sport wurden sie schlimmer. Danach gab es Frühstück.

In der BA-Gruppe gab es eine Übung, bei der jeder seinen Namen auf ein Zettelchen schreiben und es dann unten umknicken sollte. Danach musste man eine positive Eigenschaft über sich selbst aufschreiben, das Papier wurde weitergereicht, und jeder schrieb eine positive Eigenschaft über denjenigen, dessen Name oben auf dem Zettel stand. Zum Schluss bekam jeder seinen Zettel zurück – das war sehr emotional für mich. Ich hatte Tränen in den Augen, eine lief mir herunter, aber mehr kam nicht.

Anschließend sollten wir auf ein Kärtchen unsere negativen Grübelgedanken schreiben. Bei mir ging es um meine Fehlschläge, und das hat mich stark runtergezogen. Danach sollten wir uns einen Fluss vorstellen, auf dem Blätter treiben, und unsere Gedanken darauf ziehen lassen. Ich habe leider gerade überhaupt keinen Zugang zu mir selbst und auch keine Fantasie, also fiel mir das schwer.

Dann ging es direkt weiter zum Sport. Ich war auf einem Liegefahrrad für eine halbe Stunde, aber meine Magenschmerzen wurden immer schlimmer. Danach war Mittagessen – Kartoffeln, Soße und vegetarisch panierte Dinge –, aber ich konnte kaum etwas essen.

Ich habe die Pflege angesprochen, weil die Schmerzen so stark waren. Danach habe ich noch schnell Kaffee für die Station gekocht, musste aber einen Mitpatienten bitten, die Kanne rauszunehmen, weil ich nicht konnte. Danach habe ich mich mit Tee hingelegt, aber die Schmerzen blieben.

Ich wollte eigentlich nachmittags zu meinem Freund, das Wetter war schön und die Sonne schien, aber die Schmerzen waren zu stark. Ich habe Fencheltee gekocht, aber gleich stand schon die nächste Gruppe an.

Ich fühle mich überhaupt nicht – emotional nicht, körperlich nicht. Völlig fertig.

Heute habe ich wieder viele Federn und einen Herzstein gefunden.

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