Tag 10 – Donnerstag: Ein Tag zwischen Belastung und Erleichterung

Heute war ich schon früh wach, kurz nach sechs. Ich hatte mit meiner Zimmernachbarin die Tagesverantwortung, also habe ich Kaffee und Teewasser gekocht. Danach holte ich meine Medikamente und machte direkt den letzten Influenza-Abstrich. Gestern waren alle Tests negativ, heute war der letzte Test. Frühstück gab es nochmal auf dem Zimmer.

Beim Dampfen traf ich draußen Herrn Zumburg, den ich noch von der DBT-Station kenne. Er wird nächste Woche wieder da sein und mit mir Physio und Boxen weitermachen. Das hat mich sehr gefreut, weil er das damals richtig gut gemacht hat.

BA-Gruppe & emotionale Belastung

Die BA-Gruppe war extrem anstrengend. Die Psychologin ließ uns die Augen schließen und uns eine schlimme Situation vorstellen – natürlich hatte ich sofort Bilder von Miez im Kopf. Ich konnte mich nicht mehr richtig fangen, wollte aber auch nicht rausgehen. Danach gab es Atem- und Fühlübungen, aber die halfen nicht wirklich. Ich fühlte mich völlig aufgelöst, also bin ich direkt zur Pflege gegangen, habe Bedarf (Promethazin) geholt und bin dann spazieren gegangen. Das Telefonat mit Max hat mir geholfen, mich etwas zu beruhigen.

Zum Mittagessen gab es Geschnetzeltes mit Tomatenreis und Salat, aber ich konnte kaum etwas essen. Nach dem Essen sprach mich die Psychologin, die die Gruppe geleitet hatte, nochmal an und wollte fünf Minuten mit mir sprechen.

Ergotherapie fällt aus & Erleichterung über Testergebnisse

Eigentlich hätte ich nachmittags Ergotherapie gehabt, aber sie fiel aus, ohne dass wir informiert wurden. Stattdessen habe ich gestrickt und gelesen. Ich hatte ein kurzes Gespräch mit einer Therapeutin über mein Befinden. Meine eigentliche Therapeutin ist krank und hat nächste Woche Urlaub, also bekomme ich ein Ersatzgespräch.

Dann kam die große Erleichterung: Alle Tests waren negativ! Ab sofort gibt es keine Maskenpflicht mehr, wir dürfen wieder gemeinsam essen und Therapien finden wieder in anderen Räumen statt. Das hat mich wirklich gefreut.

Besuch bei meinem Freund & Abend

Nachmittags bin ich zu meinem Freund gefahren. Wir waren spazieren und haben ein Spaghetti-Eis gegessen. Das tat gut, weil das Wetter richtig schön war. Danach haben wir noch eine Weile zusammen verbracht.

Danach musste ich noch für die Kaffeerunde am Freitag einkaufen. Das Budget von 15 Euro für 12 Personen war natürlich nicht ausreichend, also habe ich etwas aus eigener Tasche dazugelegt. Morgen gibt es Spaghetti-Eis-Dessert und Obstsalat, weil wir so viel Obst auf Station haben.

Zurück in der MHH habe ich mir Abendbrot gemacht, die Spülmaschine ausgeräumt und dann mein chinesisches Essen mit zwei Joghurts gegessen. Danach war ich total erschöpft und bin ins Bett gefallen.

Fazit: Donnerstag war eine emotionale Achterbahnfahrt. Die BA-Gruppe war extrem belastend, aber gleichzeitig hat es mich stolz gemacht, dass ich mich nicht rausgezogen habe. Die Aufhebung der Maskenpflicht war eine riesige Erleichterung. Der Spaziergang und das Eis bei Max haben mir gutgetan. Alles in allem ein Tag mit vielen Tiefen, aber auch ein paar positiven Momenten.

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